Bei
Elisabeth durften wir von Solveig lesen.
Ich bin ein bisschen erschüttert, dass man uns vorwirft, für das Leben, die Existenz unserer Kinder, einzutreten.
Und NEIN, wir tun nicht nur so, wir lieben unsere Kinder wirklich,
Solveig.
Wir finden ihr Dasein überaus wichtig und schön und voller Wunder!
Du schreibst von Deinem Mann und Deiner Freundin...was wäre, wenn.......
Von Heute auf Morgen kann sich Deine Welt auf den Kopf stellen.
Wären sie an Deiner Seite?
Warum dann nicht eurem Baby?
Nein, wir finden es nicht gut, wenn auf Grund pränataler Diagnostik unsere Kinder nicht geboren werden.
Wenn Unwissenheit und Schock bewirken, dass Menschen unglücklich werden.
Nicht nur kann ein Kind nicht geboren werden, für viele Eltern bedeutet dieser Schritt, damit ein Leben lang umgehen zu müssen.
Sich gegen das eigene Kind entschieden zu haben.
Das ist sehr, sehr schwer und geht nie mehr weg.
Macht immer traurig und niemals froh.
Als ich mit Jonathan im KH war, traf ich eine junge Frau aus unserer Stadt.
Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihr von Jonathans DS.
"Aber, kann man das nicht schon in der Schwangerschaft feststellen?!" war ihre Frage.
"Nun, das hätte an seinem DS ja nichts geändert." meine Antwort.
Ich war und bin ihr nicht böse über diese Frage.
In ganz vielen Menschen stecken diese "Vorstellungen" diese "Ideale".
Schön, stark, klug und gewieft. Überlegen.
Und die ganz große Angst, dem nicht zu entsprechen.
Irgendwann wird auf unsere Kinder dieses Thema auch zukommen.
Sie werden erfahren dass es extra Tests gibt, um ihr Leben zu verhindern.
Das viele Mütter und Väter diese Tests zum Anlass nehmen, sich gegen "so ein Kind" zu entscheiden.
Das tut weh. Das tut unseren Kindern weh.
Wenn Jonathan mich einmal danach fragen wird, werd ich ihm sagen:" Es spielte keine Rolle für uns. Wir wollten Dich bei uns, in unserer Familie haben. Ich hab Dich immer schon geliebt."
Gerade hab ich meinen wunderschönen, schnellen, großen starken Sohn Noah geküsst und umarmt.
Mit großer Dankbarkeit im Herzen.
Und mit der selben Dankbarkeit küsse ich meinen Jonathan.
Ich habe keinen Zweifel in mir, dass er seinen Weg machen wird.
Wenn man ihn nur lässt!
Ich denke, die Menschen werden mutiger.
Offener und eher bereit. über ihren Horizont, ihre Vorstellungen hinauszublicken.
Alt und "besonders" jung
;-)
Was tun wir bloss mit ihnen!??
Wer bezahlt das??!!
Wer kümmert sich denn da??!
Vielleicht gibt es ja einmal einen Test, der uns sagt, welche Lebenserwartung wir haben!
Wenn sich das mit dem genetisch festgelegtem Beruf, bzw finanzillem Einkommen nicht ausgeht....
SORRY!!!