Donnerstag, 2. September 2010

Musik aus meiner Jugend

In meiner Jugend war ich in Bad Ischl in der Fremdenverkehrsschule.

Mein Vater hat mich immer wieder von NÖ nach OÖ gebracht, ich war (und bin) das schwarze Schaf der Familie, zieht man sich den Schuh erst mal an, passt er irgendwann ;-))

Ein paar Lieder, an die ich mich erinnere: Leonard Cohen, Cat Stevens, Dire Straits Pink Floyd.

Er hat jetzt bald Geburtstag und wir haben, seit wir uns zuletzt gesehen haben, so gut wie nicht miteinander telefoniert.

Ich denk da viel darüber nach.
Wie ich ihm begreiflich machen kann, dass mein Leben zwar ein anderes ist, als er für mich geplant hatte, aber dass dieses Leben MEIN Leben ist und das es gut ist, wie es ist.

Liest er überhaupt, was ich schreibe?

Ich hab Dich lieb, Papa.
Barbara

Kommentare:

Niklas hat gesagt…

ich wünsch dir, dass er es liest!!
Oft meint man es einfach nur gut, wenn man seinen Lieben etwas wünscht, was nicht ist. Und man übersieht dabei, dass der Andere damit gut zurecht kommt - ja sogar glücklich ist dabei.
Ich hoffe, ihr kommt euch wieder ein paar schritte näher!

Uschi hat gesagt…

Ach du Liebe ....
ich könnte mir vorstellen er liest es, ist aber ganz bestimmt aus einer generation die nicht so viel anfangen kann mit so Weltoffenen Blogs bzw. damit, dass man sein Privatleben in die Öffentlichkeit trägt. Ist so mein Gedanke dazu vielleicht würde es dein Vater gerne hören statt lesen ???

übrigens ich war auch in Bad Ischl erst in der Kaiservilla dann im Herminenhof ?? glaub ich war das Internat neben der Schule.

Und noch etwas, schwarze Schafe sind *anders* ich liebe es wenn nicht alles gleich ist:) ausserdem dürften wir zur selben gattung Schaf gehören denn das mit dem *schwarzen* wurde mir auch seeeeehr lange nachgesagt bis mein kleiner Bruder ( er ist 17 jahre jünger als ich und mein absoluter Lieblingsbruder fast wie men eigenes Kind) es schaffte noch eine Nouance dunkler als schwarz zu sein hahahaha

Drück dich
Uschi

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich weiss nicht, ob man dem Papa das begreiflich machen kann. Mein Vater blieb bei seiner Vorstellung für mein Leben. Und immer wenn was nicht gut ging, kam das "Du hättest es ja anders haben können" oder so ähnlich...
Das ist ein schwieriges Thema, und ich weiss, dass ich da ein Buch drüber schreiben könnte.
Aber ich hab gelernt aus dieser, meiner Geschichte. Und mich entschieden, meinen Kindern die eigenen Wege finden zu lassen.
Für mich gab es nie die endgültige Aussprache mit meinem Vater. Das hat er nie zugelassen. Aber er war einer der ersten Menschen, die merkten, dass Robert "anders" ist. Und das hat er dann wieder akzeptiert, und bevor er mich verlassen hat, kam die Bitte, auf dieses Kind doch besonders aufzupassen. Und dann auch wieder: Du hast es Dir so ausgesucht...
Schwierig, gell? Manches muss man so stehnlassen. Ich muss nicht alles wissen und verstehen....
Schlaf gut
Elisabeth

dicke, alte Frau hat gesagt…

Ja meine Liebe, Du hast mich noch erwischt.
Danke auch Dir für die lieben Wünsche.
Also, nun zu Deinem Post: Es ist nicht die Aufgabe der Kinder so zu werden, wie die Eltern es gerne hätten.
Wenn die Kinder klein sind gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind gib ihnen Flügel.
Ganz liebe Grüße, die Christiane

jonathan und seine familie hat gesagt…

Liebe Uschi!
Ooohhh, gesprochen haben wir!
Viele Seufzer und ein "Du kannst mir nicht erzählen, glücklich zu sein." kamen dabei heraus.

Schade.
Barbara