Samstag, 6. November 2010

Wege

Wege, die zu gehen sind...




Gestern waren wir mit Noah, Jonathans großem Bruder, zur "Pädagogischen Förderdiagnose".
In den zwei Stunden, die Noah "getestet" wurde, waren Jonathan und ich  in der "Wildnis" unterwgs.
Meine Gedanken waren bei meinem großen Sohn und ich hab viele Wegweiser gefunden, auf unserem Weg.

Noah besucht die zweite Klasse VS und wir sind gesegnet mit einer sehr aufmerksamen, liebevollen und individuellen Lehrerin., der bei Noah Defizite aufgefallen sind...
Ihr Anliegen war, bei Noah einen Hörtest machen zu lassen. Nachdem organisch alles ok war, haben wir vom HNO Arzt die Adresse eines förderpädagogischem Lernzentrums erhalten.
Lange Rede...kurzer Sinn....Noah hat sowohl akkustisch als auch visuell Schwierigkeiten, Wahrgenommenes wiederzugeben.
"Teilleistungsschwäche" nennet sich das.


 Des Netzwerk in seinem Gehirn funktioniert anders, das dreidimensionale Sehen ist von einer anderen Verständlichkeit, Qualität, als ich (du, er sie) das kennen.
Ebenso verhält es sich mit dem Hören.

Im Alltag hat Noah sich seine Möglichkeiten zum  Ausgleich gefunden, doch je höher die Anforderungen in der Schule werden, umso größer wird sein Unvermächtnis, Schritt zu halten.
Die "Lösung des Problems" hab ich seit gestern angedacht.

Für seine visuelle Wahrnehmung gibt es die Möglichkeit einer Brille oder eines Programms, via Computer, das seine visuellen  Nerven stimuliert.
Ähnlich verhält es sich mit der audiativen Wahrnehmung..

Ich schreib euch das, während beide Buben meine Aufmerksamkeit einfordern...
:-)
Darum....Schluss für heute und die Bitte um Information in den "Raum" gestelllt!




Kommentare:

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich "muss" jetzt mich Michl Essen gehen. Ich lass Dir schnell ein paar Grüsse da, und komme morgen wieder. Wir haben echt kein Kind hier....nur den Hund. Komisches Gefühl ist das.
Bussarl
Elisabeth

Bewusst.Sein hat gesagt…

Oh ja, dieses Problem kenne ich zu gut. Eine Lösung hatten wir damals nicht gefunden. Heute will er (mein Sohn) selber und zu müssen, hatte er sich früher erfolgreich gesträubt. Es war nicht leicht ... für ihn nicht, für uns nicht. Denn wer nicht therapiert werden will, den sollte man nicht zwingen.
Ist Dein Noah Linkshänder?

Grüß Dich lieb und herzlich, Morgen geht´s auf Reisen ... bis Donnerstag.
MonikaMaria

jonathan und seine familie hat gesagt…

Liebe MonikaMaria!
Ach Du, es tut gut, zu lesen, dass man nicht allein ist.
WISSEN tu ich das eh, aber da bleibt so ein Gefühl, meiner "Schuldigkeit" meinem Sohn gegenüber, nicht gerecht zu werden.
Es gilt jetzt Noahs Weg zu finden.
Ich werde ihn nicht drängen und zwingen, sondern versuchen die Freude und Lust am Wort für ihn zu finden.

Wo immer Du hinfährst, ich wünsch Dir glückliche Begegnungen...:-))

Umarmung
Barbara

rebis hat gesagt…

Ach, liebe Barbara, bitte fühl Dich doch nicht schuldig - aber ich weiß, wie schwer man diesen Schalter zum Abstellen findet.
Bei unserem Sohn sind alle diese Tests resultatlos geblieben, und dennoch war und ist etwas bei ihm "anders". Damals, als wir arg auf der Suche waren, hätte ich gern eine "Diagnose" gehabt, nun haben wir uns darin eingerichtet, dass vieles kompliziert ist - für ihn, für uns - dass wir nicht wissen warum, und dass wir eben gemeinsam nach einem Weg suchen müssen. Auch wir haben nun schon das zweite Mal Glück mit einer so sensiblen Lehrerin - diese Jahre kann uns und unseren Söhnen niemand mehr nehmen! Und an später, an die nächste Schule in zwei Jahren, mag ich jetzt noch nicht denken ...
Liebe Grüße
Uta

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Liebe Barbara
lass es laufen...biete Noah an, was geht. Aber zwing ihn zu nichts.
Es sind ja auch da wieder die "Normen" in denen getestet wird. Ich mein jetzt nicht, dass nicht durch Hilfe verbessert werden kann....aber ganz sanft. Gebt ihm nicht das Gefühl, nicht "gut genug" zu sein....und das kannst Du ja wunderbar. Du nimmst ihn an, wie er ist. Du hast ihn lieb und verlangst kein genormtes Kind. Es ist schön, dass ihr eine gute Lehrerin habt. Das ist so ein Glück.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag
Elisabeth

Rinjehaun hat gesagt…

Hallo
Ich bin das erste Mal hier (habe auch noch nicht viel rein gelesen, ein Zweijähriger wuselt um mich rum), Elisabeth hat dich mir empfohlen.
Bei meinem Sohn Erik ist vor drei Wochen eine Entwiklungsstörung/ ein Entwicklungsrückstand diagnostiziert worden und nun warten wir auf Termine im Hörzentrum und im SPZ.
In den letzen Tagen/Wochen habe ich mich damit verrückt gemacht, was mein Sohn alles NICHT kann. Doch irgendwie über Nacht (auch durch Elisabeths liebe Kommentare bei mir im Blog) kam die Einsicht, mich lieber auf das zu konzentrieren, was er gut kann. Kleine Friemelarbeiten, völlige Vertiefung in ein Spiel/Buch, akrobatisches Rumtoben, etc.

Ich schau mal wieder rein, euch viel Erfolg und einen schönen Abend.

Bine