Ach, gerade ist es anstrengend.
Wenn ich mich hinsetzte und schreiben möchte, überlege, wie es mir denn geht, was es zu erzählen gibt....dann kommt mir "müde" in meinen Kopf.
Alle sind immer wieder krank, verkühlt.
Jonathan ist seit dem KH Aufenthalt das zweite Mal zu Hause vom KG.
Allerdings diesmal mit Fieber und das hat ihm sehr geholfen, seine Keime und Viren zu bekämpfen!
Körpereigene Abwehrstoffe! Sind mir allemal die liebsten!
Morgen starten wir den nächsten Versuch in den KG zu gehen.
Sagt, wie sind eigentlich eure Nächte?
Ich mag behaupten, dass sich die durchschlafenen Nächte seit Jonathan Geburt an einer Hand abzählen lassen.
Wenn ich sage, das Jonathan uns 5, 6mal die Nacht braucht, dann übertreibe ich nicht.
Besonders seit er den KG besucht!
Ach, was der Bursche in der Nacht alles zu verarbeiten hat!
Ich denke, es ist ganz wichtig, sich gegenseitig vom Tag zu erzählen.
Oft klären sich die Dinge, wenn man darüber spricht.
Jonathan kann das nicht.
Und im Schlaf reagiert er dann auf all die Konflikte und Begegnungen des Tages.
All die Kinder in seiner Gruppe, all die Anforderungen....er verarbeitet seinen Tag.
Wenn ich frühmorgens in meine Arbeit gehe, manchmal bin ich direkt froh, aufzustehe, den Tag in Ruhe und Stille beginnen zu dürfen!
Himmel, wenn ich auf die Uhr schau, mag ichs gar nicht glauben!
Hm, verschieb ich die Badewanne auf morgen?
Die der Kinder, denn meine ist unaufschiebbar!!! ;-)))
Mal schaun, Badewanne beruhigt die Süssen immer sehr, macht den Tag rund.
Jetzt noch den Besucher-Freund vom Grossen heimbringen und mit dem Hund raus...macht mein "Lieber Liebling".
Schatz? Ohne Dich...ich mag gar nicht drüber nachdenken.
Ich hab eine neue Kollegin und als ich das erste Mal mit Jonathan vorbeigeschaut hab, da war sie ganz berührt.
Wir haben uns unterhalten und sie hat mir erzählt, dass sie mit 16 Jahren einen Sohn bekommen hat.
Als er 2 Jahre alt war, mit einer einfachen Bronchitis im KH, haben sie eine Heerschar von Ärzten visitiert, ihr mitgeteilt, dass ihr Bub eine Behinderung habe.........
Mittlerweile ist er 12 und lebt seit vier Jahren in einem Pflegeheim in Frankreich, bei seinem Vater.
Sie konnt das nicht mehr schaffen.
Eine kleine, zarte Person, so jung.
Einmal im Jahr sieht sie ihn.
Mir geht das gar nicht aus dem Kopf.
Ich mein, das Leben ist schon ein Kaleidoskop der Erfahrungen, sich überschneidend und berührend.
Was ich mag, ist, dass Menschen mir ihre Geschichten erzählen.
Die trag ich dann mit mir herum und denk sie an, denk um sie herum, denk über unseren Lebensplan nach.
Bin froh, einen zu haben.
So, und jetzt ists Zeit, meinen Burschen KONTINUITÄT ins Leben zu bringen!!!
Wir sind weit über der Schlafenszeit!
;-)))
Und noch ein paar Fotos, die ich sehr mag
So soll es sein,
so darf es bleiben.
