Donnerstag, 5. Juli 2012

Lieber Opa!

Heute ist Deine letzte Nacht in deinem Zuhause.
Morgen ziehst Du in das Pflegeheim, wo Oma schon auf Dich wartet.
Deine Wohnung wird aufgelöst, eure über Jahrzehnte liebgewonnen Sachen, die Dir am Herzen liegen, werden verkauft. Ich wollte, ich hätte da mehr Einfluss!
Ich weiss, so hast Du Dir das nicht vorgestellt.

Die letzte Nacht...............


Ich werd Dir beistehen, werd Dich immer respektieren, Dir niemals, niemals Böses wollen.
Wir beide, wir mögen uns, wir sprechen die selbe Sprache, haben uns lieb.
 Einfach so, ohne Bedingungen.

Schlaf gut, Opa
Sonntag kommen wir Dich besuchen.


Kommentare:

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich hab Euch soooo lieb, aber das weisst Du ja Barbara!

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Guten Morgen, ich wünsche ihm, dass seine letzte Nacht im vertrauten Heim einfach tief schlafend verging.
Ich wünsche ihm, dass er das Neue schafft, wo er doch so unabhängig sein wollte, immer gewesen ist....

Für Euch ist es bestimmt beruhigend ihn nicht mehr allein in der Wohnung zu wissen.
liebe Grüsse an Euch alle, auch an Nina!
so, nun noch schnell einen Kaffee und dann gibt es viel zu tun. Morgen hat Quirin seinen 1.Geburtstag und Taufe!
ja, ja ... eine Mehlspeis wäre jetzt fein zum Kaffee.....!!!
Elisabeth

Sommersprosse hat gesagt…

Mich friert es, wenn ich das lese. Es hört sich so an, als ob er nicht freiwillig ginge.
Habe diese Woche auf dem WDR eine Sendung gesehen, wie trotz Vorsorgevollmacht alter Leutchen mit diesen umgegangen wird, 3 Fälle, in denen statt der Kinder fremde Menschen als Betreungsanwalt eingestzt wurden und die einfach eine Einweisung ins Pflegeheim veranlaßt haben. Es war schlimm und hat mich sehr aufgewühlt,dass man da auch vor Gericht so gut wie keine Chance hat.
Ich wünsche dem Opa, dass er es gut verkraftet!

Liebe Grüße
Trautel

jonathan und seine familie hat gesagt…

Nein, liebe Trautel.
Es bedarf keiner fremden Menschen, Opa geht auch freiwillig ins Pflegeheim, er will bei seiner Frau sein und das täglich Hinundherfahren schafft er nicht.
Es ist kompliziert und passt mir nicht hier her.
Sicher ist, dass meine Schwester und ich uns weiterhin um ihn kümmern werden, sicher ist, dass wir das gern tun und uns das nicht nehmen lassen.
Ja, wie gesagt...kompliziert.

Ich umarm Dich!

Niklas hat gesagt…

ich hoffe, dein Opa fühlt sich gut im Pflegeheim. Es war sicher ein sehr schwerer Schritt für ihn. Vertrautes, liebgewordenes aufzugeben weil es nicht mehr geht.... Seine Frau in der Nähe zu wissen, wird ihm aber sicher gut tun. Und dass ihr da seid für ihn - das ist das wichtigste.

Drück dich, Barbara!

Momo hat gesagt…

Ich lese gerade bei Paul Parin über das Altern in Würde nach. ich muss wieder an ein Gespräch im Altenheim, weil mein 91jähriger Vater zu viel Alkohol trinke hihihi. Meine Eltern leben seit sieben Jahren dort,ich bin auch sehr froh, dass sie einen guten Platz haben und ich bin nicht bereit dazu, meinen Beruf auf zu geben, zu ihnen zu ziehen und niemand hat das je von mir erwartet. Und trotzdem tut es mir manchmal weh, eben wenn ich wieder einmal aufgeboten werde. Ich bin überzeugt, dass Jonathan und Opa sich so quasi ins Herz schauen. Herzlich
Momo